Sein Ziel war die Freiheit, sein Weg dorthin gewaltlos und seine Waffe die Menschlichkeit: Mohandas Karamchand Gandhi, allgemein bekannt als Mahatma Gandhi – eine der faszinierendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Er wurde am 2. Oktober 1869 in Porbandar (Gujarat) in eine gesellschaftlich angesehene Kaste geboren und mit gerade einmal 13 Jahren verheiratet. Nach seinem Jurastudium in London arbeitete er 21 Jahre lang als Anwalt in Südafrika, wo er für die Rechte der indischen Immigranten eintrat. Bei seiner Rückkehr nach Indien im Jahre 1914 erhielt er in Anerkennung seines Einsatzes für seine Mitmenschen den sanskritischen Beinamen ‚Mahatma‘ (‚Große Seele‘).
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Er selbst jedoch akzeptierte diesen Beinamen nie. Zur Erlangung der vollständigen Unabhängigkeit Indiens vom Britischen Weltreich verfolgte er eine unkonventionelle Strategie. Eine seiner spektakulärsten Aktionen war der berühmte Salzmarsch, der ihn im Jahre 1930 über 241 Meilen – mehr als 387 Kilometer – von Ahmedabad zum Arabischen Meer führte. Er wollte damit gegen ein Gesetz protestieren, das es Indern verbot, ihr eigenes Salz zu produzieren und zu verkaufen. Der Marsch war schließlich von Erfolg gekrönt, denn im März des darauffolgenden Jahres wurde das Salzmonopol gekippt.
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Gandhi kämpfte über 60 Jahre lang durch aktiven, aber gewaltlosen Widerstand für die Freiheit und Unabhängigkeit Indiens. Am Ende sollte er auf diesem Wege sein Ziel erreichen, denn nach langem Kampf wurde Indien am 15. August 1947 die Unabhängigkeit gewährt. Bald darauf jedoch, am 30. Januar 1948, wurde Gandhi von einem radikalen Hindu während seines Abendgebets erschossen. Hinterlassen hat er den Beweis, dass gesellschaftlicher und politischer Wandel nicht durch Gewalt und Terror, sondern vielmehr durch Liebe und Toleranz erreicht werden kann.
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