Die Genialität des am 6. Juni 1875 in Lübeck geborenen Paul Thomas Mann, zeichnet sich bereits in seiner frühen Schaffensphase ab: Schon als Schüler brillierte er mit journalistischen Prosaskizzen und Aufsätzen, bevor er als 14 jähriger einen Brief selbstbewusst mit den Worten „Thomas Mann. Lyrisch-dramatischer Dichter“ unterschrieb. Er sollte Recht behalten: Kaum Volontär, gab er sein Schriftsteller-
Debüt mit der Novelle „Gefallen“ und erntete großen Achtungserfolg. Gestärkt durch diese Anerkennung entschied sich Mann für den Beruf des Schriftstellers.
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1901, im Alter von nur 26 Jahren, vollendete er seine berühmte Familiensaga „Buddenbrooks“: Ein Meisterstück von sprachlicher Artistik und gewitzter Ironie. Das Epos wurde in mehr als 40 Sprachen übersetzt und zog bis heute über 6 Millionen Leser in seinen Bann. Thomas Mann brachte es 1929 den Nobelpreis für Literatur ein. Mit literarischen Meisterwerken wie der morbiden Novelle „Der Tod in Venedig“ wurde Thomas Mann zum Großmeister der Ironie und des literarischen Manierismus. Als bürgerlicher Freidenker und konservativer Erneuerer zur Zeit des Art Déco
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wurde er zu einem der prominentesten Gegner des Nationalsozialismus. Seine demokratische Überzeugung veranlasste ihn 1938 mit seiner Familie in die USA zu flüchten. Erst 1952 kehrte er nach Europa zurück und verbrachte seinen Lebensabend in der Schweiz. Er verstarb am 12. August 1955 im Alter von 80 Jahren in Zürich. Sein Lebenswerk umfasst eine große Anzahl an Romanen und Novellen, Essays, autobiographischen Schriften, politischen Manifesten sowie Verfilmungen. Thomas Mann zählt bis heute zu den bedeutendsten und leidenschaftlichsten Schriftstellern der deutschen Literatur.
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